23. September 2026
Wer ich bin
Zum Coaching bin ich nicht durch einen geraden Weg gekommen.
Es hat angefangen mit Büchern, Online-Kursen, dem üblichen Weg, wenn man anfängt, sich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Aber der Moment, der wirklich etwas verändert hat, war ein Aufstellungstag. Ich war dort als Stellvertreter und habe gespürt, was Aufstellungen in einem auslösen können. Da hat es richtig angefangen.
Ich habe eine Ausbildung zum Kakaozeremonie-Facilitator gemacht. Und gesehen, dass in Zeremonien echte Themen hochkommen. Ich wollte die Menschen, die das erleben, nicht einfach mit dem stehen lassen, was sich zeigt, sondern sie begleiten können. Das war der ursprüngliche Gedanke.
Die Coaching-Ausbildung kam dann fast logisch. Und erst mittendrin oder danach habe ich wirklich verstanden, was Coaching eigentlich ist. Nicht lösen oder heilen, sondern begleiten. Fragen stellen. Zuhören. Raum halten, damit jemand seine eigenen Antworten findet.
Die Menschen, die zu mir kommen sind meistens schon auf dem Weg. Sie haben sich schon mit sich beschäftigt, Bücher gelesen, vielleicht schon Aufstellungen gemacht oder andere Formate ausprobiert. Oft ist nicht das fehlende Wissen die Herausforderung.
Was ich bei ihnen sehe ist, dass die Themen sich ähneln, auch wenn die Menschen sehr unterschiedlich sind. Viel im Kopf. Nicht wirklich in die Umsetzung kommen. Dinge anfangen und nicht fertigmachen. Perfektionismus, der lähmt statt antreibt. Und dieser eine Gedanke, der sich durch fast alles zieht: es ist nicht genug. Sie machen schon viel, oft mehr als sie selbst wahrnehmen, und trotzdem das Gefühl, dass es nicht reicht. Also noch mehr machen und habe trotzdem das Gefühl zu wenig zu machen.
Dazu kommt die Angst, gesehen zu werden, sich zu zeigen, obwohl genau das oft der nächste Schritt wäre.
Was mir außerdem auffällt ist, dass Vertrauen der entscheidende Faktor ist. Nicht das Konzept, nicht die Methode. Außerdem spüren sie, dass sie sich öffnen können. Das nehme ich ernst.
Bevor überhaupt etwas anfängt, gibt es ein erstes Gespräch. Kein Verkaufsgespräch, sondern ein echtes Kennenlernen. Ich will spüren, ob die Chemie stimmt, ob Vertrauen da ist. Damit ist ein Fundament gelegt, um ein stabiles Haus zu bauen.
Wenn wir zusammenarbeiten, dann geht es von Stunde zu Stunde. Kein fester Plan, der nach zehn Sitzungen zum Ziel führt. Sondern schauen, was gerade da ist, was gerade drückt, was sich zeigen will. Die Themen, die dahinter stecken, zeigen sich im Prozess, auch wenn es sich in jeder Stunde anders anfühlt.
Was mir dabei wichtig ist: ich will den Menschen wirklich sehen. Zuhören. Nicht nur auf das, was gesagt wird, sondern auf das, was dahintersteckt und das, was nicht gesagt wird. Ich bin davon überzeugt, dass sich vieles verändert, wenn jemand das Gefühl hat, wirklich gesehen zu werden. Das allein ist manchmal schon ein erster Schritt.
Ich biete einen sicheren Rahmen, um sich auch unangenehmen Themen zu widmen, ohne dass man damit allein gelassen wird. Und was in den Stunden aufkommt soll nicht in der Stunde bleiben, sondern wirklich im Alltag ankommen. Integration ist mir deshalb genauso wichtig wie das Gespräch selbst.
Ich bin ehrlich. Ich erwarte Ehrlichkeit zurück. Und ich lerne mit jeder Stunde dazu. Ich habe Erfahrung, aber ich bin nicht fertig. Das ist mir wichtig zu sagen.
Lange habe ich gedacht, dass Wissen ausreicht. Bücher lesen, Kurse machen, verstehen, wie es funktioniert. Aber es gibt einen Unterschied zwischen wissen und gespürt haben.
Ich bin die meisten Prozesse selbst durchgegangen. Ich habe Schmerz gespürt. Ich habe Phasen gehabt, in denen ich weder positive noch negative Gefühle wirklich gefühlt habe, einfach nichts. Habe gesehen, was passiert, wenn man unbewusst handelt und welche Konsequenzen das hat. Für einen selbst und für andere.
Ich bin noch dabei. Ich schaue mir meine Themen an, bin offen dafür, alle Gefühle zu fühlen, auch wenn das nicht immer so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Aber allein diese Offenheit dafür ist etwas, das ich bewusst kultiviere.
Was ich dabei gemerkt habe: durch die eigene Erfahrung wächst die Kapazität, andere zu begleiten. Ich bin anderen begegnet und mir dadurch auch selbst begegnet. In guten und in schlechten Phasen. Das trägt sich jede Stunde rein, die ich begleite.
Ich biete aktuell 1:1 Coaching an, online und in Präsenz in Frankfurt.
Wenn du dich angesprochen fühlst, buch dir ein kostenloses Kennenlerngespräch. Kein Druck, kein Versprechen. Wir schauen, ob es passt.